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Der Bahnhof Stade
der Hamburger S-Bahn
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Seit dem Dezember 2007 fährt die S-Bahn von Hamburg bis nach Stade. Hier steht ein S-Bahn-Zug im Bahnhof Stade am 4. Juni 2008 abfahrbereit nach Pinneberg.
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Foto: Lars Brüggemann
Seit dem Dezember 2007 fährt der Metronom auf der Unterelbebahn von Hamburg nach Cuxhaven. Der Zug erfreut sich hier langsam großer Beliebtheit. Hier fährt die Metronom 246 008-7 eine Bombardier Traxx Diesellok in den Bahnhof Stade am 4. Juni 2008 mit einem Eilzug von Cuxhaven nach Hamburg.
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Foto: Lars Brüggemann

Die Unterelbebahn

Für den Hamburger zählt alles südlich der Elbe nicht mehr zu Hamburg und so auch nicht mehr recht zur Welt. Vielleicht mag dies der Grund sein, dass über die Unterelbebahn von Hamburg-Harburg nach Cuxhaven nie so recht etwas geschrieben wurde.

Die Bahnstrecke von Harburg nach Cuxhaven wurde in drei Etappen eröffnet. Von Harburg (seit 1937 Hamburg-Harburg) nach Stade ging die Strecke am ersten April 1881 in Betrieb, das Stück von Stade nach Himmelpforten dann am ersten Juli 1881 und das restliche Stück von Himmelpforten nach Cuxhaven am elften November 1881. Die „Unter-Elbe`sche Eisenbahn-Gesellschaft“ bekam 1879 die Baukonzession von der Cuxhavener Eisenbahn-, Dampfschiff- und Hafen-Actien Gesellschaft übertragen. Die Cuxhavener Eisenbahn-, Dampfschiff- und Hafen-Actien Gesellschaft hatte jedoch schon 1872 eine Konzession zum Bau erhalten, doch das Unternehmen konnte infolge Zahlungsunfähigkeit weder seine 1873 grossangelegten Hafenbauten in Cuxhaven fortführen noch den Bahnbau beginnen. Mit der Inbetriebnahme des Gesamtverkehrs, fuhren im Eröffnungsjahr täglich drei Züge, morgens, mittags und abends in jede Richtung. Davon zwei reine Personenzüge und ein gemischter Personen- und Güterzug. Doch die Privatbahnzeit hielt nicht lange an und am ersten Juli 1890 wurde die Bahn verstaatlicht.
Mit der Elektrifizierung der Strecke von Hamburg-Harburg nach Stade wurden auch die Dampfloks verdrängt. Die Loks 03, 38 und 50 kamen hier regelmässig zum Einsatz. Abgelöst wurden sie dann von der V 100 und V 200. Die Strecke war eines der letzten Einsatzgebiete der Lübecker 220 bis 1984. Mit der Regionalisierung der Bahn, verschwanden zeitweilig die Loks des Lübecker Betriebswerk und es kamen Braunschweiger 218 auf die Strecke. Bis zur Metronom-Übernahme fuhren die Eilzüge (Regional Express) mit Loks der Baureihe 218, dann jedoch wieder Betriebswerk Lübeck beheimatet.

Seit 2007 fährt der Metronom auf der Unterelbebahn von Hamburg nach Cuxhaven und die S-Bahn von Hamburg bis nach Stade.

Am 13. Juni 1899 wurde die Kehdinger Kreisbahn eröffnet. Im Volksmund nannt man diese "Klütenbahn". Diese fuhr mit der Spurweite von 1000 Millimeter von Stade nach Freiburg. Wirklich Erfolgreich war diese Bahn in ihrer Geschichte nie gewesen. Ab 1932 begann die Stillegung der Kehdiger Kreisbahn, 1933 wurde der Personenverkehr eingestellt, 1936 dann auch der Güterverkehr.

Die EVB Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) fahren im Sommer jeweils samstags und sonntags mit dem Moorexpess von Stade über Bremervörde bis in den Bremer Hauptbahnhof. Auf der Fahrt werden die Fahrgäste über das Moor informiert und bekommen Tipps für Ausflüge an der Strecke. Zum Einsatz kommen Uerdinger Schienenbusse mit einem Güterwagen zum Fahrradtransport. Nur wenn der Fahrgastansturm zu groß ist, fährt zusätzlich ein 628.
Fahrkarten wie das Niedersachsen- oder Wochenendticket gelten nicht, doch ist der Fahrpreis sehr günstig. Während der Fahrt verkauft das Personal Getränke und Kleinigkeiten zu Essen. Noch bis zum 3. Oktober fährt der Moorexpress durch das „Nasse Dreieck.“ Während der EVB Zug zwischen Stade und Osterholz-Scharmbeck auf eigenem EVB Gleis fährt, nutzt der Moorexpress zwischen Osterholz-Scharmbeck und Bremen Hbf die Gleise von DB Netz.
Die 232 421-8 wartet am 8. März 2008 im Bahnhof Stade auf Weiterfahrt nach Cuxhaven. Aufgrund einer Streckensperrung musste sie mehrere Stunden im Bahnhof Stade warten bis sie weiterfahren konnte.

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Foto: Lars Brüggemann
Die 232 421-8 wartet am 8. März 2008 im Bahnhof Stade auf Weiterfahrt nach Cuxhaven. Aufgrund einer Streckensperrung musste sie mehrere Stunden im Bahnhof Stade warten bis sie weiterfahren konnte, der Metronom rechts im Bild konnte auch nicht ganz bis Cuxhaven durchfahren, unterwegs mussten die Fahrgäste in Busse umsteigen.

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Foto: Lars Brüggemann

Metronom mit Verspätungen

Nach elf Monaten Betrieb zwischen Hamburg und Cuxhaven hat der Metronom im November 2008 eine Bilanz gezogen und zeigte sich nicht zufrieden. Seit dem 9. Dezember 2007 fährt der Metronom auf der Unterelbebahn.

Das neue Fahrzeugmaterial hatte die Fahrgäste angesprochen, doch prägten Verspätungen, Zugausfälle und mangelnde Information an den Bahnhöfen das Meinungsbild vieler Fahrgäste an der Strecke.

Probleme bereiten die unerprobten Neubaudieselloks vom Typ Traxx des Herstellers Bombardier die zu 15 Prozent schuld an den Verspätungen waren, aber auch die verspäteten Abfahrten, Bahnübergangsstörungen und das Einwirken von Güterzügen und der Hamburg S-Bahn sorgten für Verspätungen.

Der Metronom gibt an das 91 Prozent seiner Züge auf der Unterelbebahn pünktlich waren, 60 Prozent davon waren „betriebliche Störungen“. Diese entstehen durch die dichte Zugfolge im Großraum Hamburg, speziell auf der Strecke in Richtung Cuxhaven sowie durch die Mängel der Infrastruktur. Der Metronom bemängelt das die Infrastruktur weitgehend nur auf den planmäßigen Betrieb ausgelegt ist. Der schlechte Zustand der Schieneninfrastruktur gibt den Lokführern keine Mögllichkeit Verspätungsminuten durch zügiges Fahren wieder aufzuholen.

Aber auch Stürme mit auf die Gleise gestürzten Bäumen, Böschungsbrände und in Gleisen liegende Autos sowie Bahnübergangsunfälle machten dem Metronom zu schaffen.

„Wir sind als Eisenbahnunternehmen mit hohem Qualitätsanspruch selber unzufrieden mit diesem kundenunfreundlichen Zustand“ so der technische Geschäftsführer Dr. Carsten Hein. Für den nächsten Fahrplan hat man einige Verbesserungen vorgesehen. Für Zukunft wünscht man sich eine bessere Infrastruktur.

www.kvg-bus.de

Die Altstadt von Stade mit dem Schwedenspeicher
Die Altstadt von Stade ist vom Bahnhof auch zu Fuß zu erreichen. Im Sommer bietet sie zahlreiche Straßencafes und Bänke zum draußen sitzen. Auch sonst findet man in der Altstadt zahlreiche kleine und größere Geschäfte zum stöbern.

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Foto: Lars Brüggemann


Auch kulturell hat Stade viele Museen zu bieten.

Der Schwedenspeicher ist auf dem Foto hinten in der Bildmitte zu sehen:

www.sonderausstellung-schwedenspeicher.de

www.hafenkran.kulturstiftung-stade.de

www.technikmuseum.stade.net


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